
31.8. Packtag für Weiterreise; Rückblick auf Sonntag
Sonntag
Vom Konzert im Klanghaus hatten wir etwas anderes erwartet, als wir es dann erlebt haben. Es wurde meditative Musik auf einfachen Instrumenten zu vier Themen gespielt. Themen waren Gewalt, Liebe, Schmerz und Schlange. Zu Beginn gab es noch eine Begrüßungszeremonie mit Räucherstab und Wedel. Zu den einzelnen Stücken sollten dann die Zuhörer sich entsprechend dem Thema tanzend bewegen. Außer uns und einer älteren Dame konnten sich alle dazu gut bewegen bzw. tanzen. Es waren Insider, die schon öfters an solchen Konzerten teilgenommen hatten. Das war schon an ihrer lockeren Kleidung und den nackten Füßen zu erkennen. Im Nordkurier fand ich einen Artikel, nach dem sogar zu klassischer Musik von Mozart getanzt werden konnte.
Ziel der "Europäische Akademie der Heilenden Künste e.V., Klein Jasedow" ist es ja, über Musik und Bewegung Heilung zu fördern.
Die Europäischen Akademie der Heilenden Künste e.V. – ist seit 1997 in der schönen Landschaft des Lassaner Winkels beheimatet. Im Sinne eines ganzheitlichen Kulturverständnisses wird sie von einer Gruppe engagierter und qualifizierter Menschen als Ort des Lernens und der Begegnung gepflegt. Veranstaltungen wie Konzerte, freie Kurse, Veranstaltungen für Jugendliche, staatlich anerkannte Weiterbildungen im Bereich Musik und Kommunikation, Ausstellungen, Feste und Tagungen bilden den Fächer der ganzjährigen Angebote.
Am Vormittag hatte Elke einen Termin zur Behandlung ihres Knies im Klanghaus. Während dessen bin ich mit dem Rad noch einmal durch den Naturpark an die Küste des Peenestroms geradelt. Ein heftiger sehr böiger Wind wehte. Er trieb sogar Staub von den Äckern über die Straße. Ein großer Teil des Weges führte durch unterschiedliche Wälder, mal Kiefern-, mal Fichten-, mal Eichenwald. Dort war von den Windböen wenig zu spüren. Der Weg war sogar gut mit dem Rad befahrbar. Große Betonplatten lagen in der Fahrspur. Erst am Ende kurz vor dem Ufer gab es dann diese jeweils doppelten, schräg geschnittenen, schmalen Betonplatten in der Spur. Sie bildeten gefährliche Längsrinnen, in denen ein Fahrradreifen eingeklemmt werden konnte. Die letzten Meter zum Ufer schob ich deshalb lieber mein Rad.
Der Weg endete an einem Teich mit Pumpenhaus. Eine Starkstromleitung führte zum Pumpenhaus. Damit werden die Wiesen hinter dem Teich entwässert. Vom Damm aus konnte ich einen Seeadler bei der Nahrungssuche beobachte. Dazu noch einen Silberreiher und zahlreiche andere Wasservögel. Eine angenehme Ausfahrt.
Der starke böige Wind zerrte auch heftig an unserem Vorzelt. Wir mussten die Tür geschlossen halten, so heftig blies er auch in unser Vorzelt rein.
Montag
Heute steht das große Packen an, morgen wollen wir weiter reisen. In der Nacht hat es leicht geregnet, der böige Wind hat sich gelegt. Dazu muss erst das Vorzelt ausgeräumt werden. In der Zeit kann das Zelt trocknen. Bis 11 Uhr war dann alles für den endgültigen Abbau unseres Vorzeltes vorbereitet. Da die Wiese noch feucht ist, werden wir unseren Zeltboden wohl auch im Vorzelt reinigen und zusammenlegen müssen.




