
28.8. Gestern Sommertag, heute Wind und Wolken
Donnerstag
Die Sonne weckte uns. Ein strahlend blauer Himmel lockte uns zu einem Badeausflug. Die Wasserqualität des Berliner Sees in der Nähe war mit sehr gut eingestuft. Das wollten wir testen. Da der Fußweg von Lassan aus zum See nicht Rad tauglich ist, fuhren wir bis Buggenhagen und von dort aus auf einem Feldweg zum See. Diesen Weg konnten wir gerade noch mit unseren Rädern befahren.
Der See liegt windgeschützt in einer Mulde. Das Wasser schimmerte am Strand etwas grün, doch im See war es sehr klar. Allerdings auch etwas frisch. Bei den Feldern rings herum wundert es mich schon, dass wohl kaum Dünger in den See gelangt. Wir schwammen sogar zwei Mal längere Zeit im See. Man konnte sich an die Temperatur gewöhnen und gut schwimmen. Ansonsten genossen wir die Sonne auf der Liegewiese. Einmal kam ein Einheimischer auf seiner Simson kurz zum Schwimmen und Trocknen in der Sonne vorbei. Gegen Mittag kam noch eine Frau mit dem Auto. Sie schwamm einmal der Länge nach durch den See und zurück und fuhr dann wieder weg. Die meiste Zeit genossen wir die Ruhe in der Natur und die Sonne alleine.
Den späten Nachmittag verbrachte wir am Wohnwagen. Im Restaurant aßen wir zu Abend.
Heute, Freitag
Leider gab es keinen zweiten Sonnentag. Wir entschlossen uns zu einer längeren Radtour nach Westen bis Hohendorf. Die Straße Richtung Wolgast ist in einem fürchterlichen Zustand, Teerflicken an Teerflicken und dazwischen tiefe Schlaglöcher. Auch die Autos fahren deshalb in der Straßenmitte, die weniger Flicken und Löcher aufweist. Radfahren auf dieser Straße ist noch unangenehmer als auf den Betonplatten. Inzwischen sind aber Bauarbeiten für das Teilstück auf dem Gebiet der Stadt Lassan vorbereitet.
Ein Stück hinter Alt Bauer zweigte eine Betonplatten-Straße nach Milchhorst und Hohendorf ab. Die ist sogar als Radweg nach Wolgast ausgewiesen. Diese einbahnige Plattenstraße fuhren wir bis Hohendorf entlang. In Hohendorf mussten wir auf einer viel befahrenen normalen Straße weiter fahren. Das gefiel uns nicht. Deshalb machten wir uns auf den Rückweg. Unterwegs bogen wir noch zu ein paar Häusern von Milchhorst am Ufer ab. Es gab eine kleine Anlegestelle mit Sportbooten und einen überdachten Rastplatz. Jemand dort hatte sein Haus mit einer Zugbrücke gesichert.
Auf dem Rückweg blies und der Wind heftig entgegen. Dann mussten wir auch noch die meiste Zeit wieder auf der Holperstraße fahren. Das war sehr unangenehm. In Waschow legten wir noch einmal eine kurze Pause zum Kräfte sammeln ein. Elke schaffte die restliche Strecke gerade noch mit einer fast leeren Batterie.
Am Nachmittag nutze Elke die Fasssauna hier am Platz. Ich fuhr eine weitere Besichtigungstour durch die Umgebung, zum Friedhof, zum Schützenhaus, zum Sportplatz und zum Badestrand. Am Weg zum Badestrand hatten die Bieber fast alle Bäume umgelegt.
Der Platz hat sich geleert. Auch im Restaurant war heute wenig Betrieb. Die Luft ist immer noch recht warm, doch der Wind bleibt stark böig.




