
26.8. Es wird wärmer; Waschtag
Die Nacht blieb trocken und es wurde nicht mehr so kalt. 13° im Vorzelt und 18° im Wohnwagen. Die Sonne weckte uns. Elke wusch gleich zwei Maschinen Wäsche für 3 Euro. Für 3 Euro bekommt man hier 3 Stunden Strom für die Waschmaschine. Ein Waschgang dauert etwa 1 Stunde 15 Minuten. Man kann den Strom für zwei Waschgänge nutzen, wenn man sich geschickt anstellt. Das ist super günstig im Vergleich zu anderen Campingplätzen.
Da wir keinen Baum für eine Wäscheleine zur Verfügung hatte, stellte ich hinter unserem Auto einen Zeltstab auf. Die Wäscheleine führte ich vom Dach des Autos zum Zeltstab und zurück zum Auto. Den Zeltstab spannte ich natürlich noch mit zwei Zeltleinen ab. Das hat wunderbar funktioniert.
Nach der Mittagspause schauten wir nach den Bibern. Sie sind immer noch an der Stelle, an der ich sie schon vor 5 Jahren gesehen hatte. Inzwischen sind allerdings auch die mit einem Drahtgitter geschützten Bäume wegen der Trockenheit tot. Wildschweine haben den Weg zu den Bibern schwer um gewühlt. Danach versuchten wir mit dem Rad zum Berliner See zu gelangen. Der Weg war als Fußweg durch die Felder ausgeschildert. Den Versuch gaben wir wegen zu viel Sand bald auf. Auf dem Acker wurde gerade mit großen Maschinen eingesät. Was wohl? Am Wegesrand stand ein großer Anhänger mit Saatgut. So konnten die beiden Sämaschinen fast ohne Pause durcharbeiten.
Danach ging es in die Stadt, schauen, ob das Orgelkonzert am Abend nicht ausfällt. Es wurde groß neben der Kirchenpforte angekündigt. Wir sahen dann noch bei der toten Ente am Ufer vorbei. Sie war inzwischen weggeräumt. Es ging ein sehr böiger Wind mit entsprechenden Wellen auf dem Achterwasser. Am Ufer hatten sich hohe Schaumberge gebildet.
Das Orgelkonzert fand zwar statt. Doch der angekündigte Organist war wegen Krankheit ausgefallen. Stattdessen spielte die örtliche Organistin mit einem Flötisten zusammen. Es war ihr erstes gemeinsames Konzert. Sie bat schon im Voraus um Entschuldigung für Fehler, die eventuell auftreten könnten. Sie hatten auch nicht gemeinsam üben können. Die Orgel spielte sie souverän. So gut hatte ich die einzelnen Stimmen bisher nicht erkennen können. Der Flötist musste sich erst einspielen. Bis auf wenige kleine Patzer spielte er aber auch sehr gut. Ein beeindruckendes spontanes Konzert.
Elke hat mal wieder zwei von drei Partien Backgammon knapp gewonnen.




