24.7. Zwei Artikel in der TAZ zur Windenergie

In der TAZ waren heute zwei Artikel zur Zukunft der Windenergie zu lesen. "Die Union kommt mit der Abrissbirne" und "Wenn der Wind sich dreht". Danach sieht es so aus, als ob die Bundesregierung vertreten durch die Wirtschaftsministerin Reiche den Zubau an Windkraftanlagen bald erfolgreich ausbremst.

Im Artikel "Wenn der Wind sich dreht" heißt es:

Aber wenn so viele neue Windräder genehmigt sind: Könnten dann nicht einfach mehr gebaut werden? „Leider nicht“, sagt der Fachmann – und das liegt an den sogenannten Ausschreibungen: Bis zum Jahr 2017 konnte jeder, der eine genehmigte Anlage, ein Grundstück und einen Bauantrag vorweisen konnte, sein Windrad auch bauen. Seitdem müssen sich potenzielle Investoren in Ausschreiberunden um den Bau bewerben: Sie kalkulieren, zu welchem Preis sie das Projekt realisieren können, der billigste Anbieter bekommt den Zuschlag. „In diesem Jahr stehen aber nur noch zwei Ausschreibungen mit insgesamt 5 Gigawatt Leistung an“, sagt Quentin, eine im August, die andere im November.

Im Kommentar zu diesem Artikel mit dem Titel "Die Union kommt mit der Abrissbirne" heißt es:

Wirtschaftsministerin Katherina Reiche sorgt dafür, dass der Ausbau der Erneuerbaren einen Rückschritt erfährt. Jetzt ist die Windkraft dran.

... CDU-Wirtschaftsministerin Katherina Reiche hat mit ihrer Neufassung eine Partitur geschrieben, die das Konzert zum Schweigen bringt, die Branche fürchtet einen Ausbaustopp.

Da ist der Netzanschluss: Wer künftig ein Windrad baut, hat nach Reiches Entwurf kein Recht mehr darauf, seinen produzierten Strom garantiert ins Netz einzuspeisen. Und da ist der sogenannte Redispatch: Windradbetreiber sollen in sogenannten Engpassgebieten nicht mehr entschädigt werden, wenn ihre Anlagen wegen zu viel Strom im Netz zwangsweise abgeschaltet werden. Für den Netzausbau sind die Netzbetreiber zuständig – häufig Hedgefonds, die an staatlich garantierter Rendite interessiert sind, nicht aber am Netzausbau. Ohne garantierten Netzanschluss, ohne garantierte Entschädigung lassen sich Kredite nicht garantiert zurückzahlen. Also wird nicht mehr investiert.

Mich erinnert das in die Aussagen von Alice Weidel AfD beim Parteitag im Januar 2025:

"Wir reißen alle Windkraftwerke nieder! Nieder mit diesen Windmühlen der Schande", kündigte Weidel in ihrer Parteitagsrede an, was die rund 600 Delegierten ekstatisch bejubelten.

Quellen: KONTEXT:Wochenzeitung und Youtube Video von AFP

In meinen Augen setzt Ministerin Reiche die Forderungen der extremen Rechten wie AfD und Donald Trump schon jetzt um. Die AfD muss gar nicht an die Macht gewählt werden.

„Hässlich, gefährlich, ineffizient“

Trump ist ein bekennender Windkraftgegner. Er beschreibt Windturbinen als hässlich, behauptet, dass die Anlagen Vögel und Wale gefährden – und dass das ganze Konzept der Windkraft obendrein ineffizient sei.

Quellen: TAZ "Trump gibt sich vorerst im Kampf gegen Windräder geschlagen" und DW "Faktencheck: Trumps Behauptungen über Windenergie"

 

 

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