
8.6. Meine Leserbriefe in der WKZ und BKZ zum geplanten Windpark
Mich stört vor allem, mit welchen unsachlichen Argumenten gegen den Windpark polemisiert wird. Und die Redaktion der BKZ veröffentlicht diese falschen Behauptungen unkommentiert. Für mich sieht es inzwischen so aus, als ob die Redaktion von Windkraftgegnern gesteuert wird.
In der Schorndorfer/Welzheimer Zeitung erschien am 23.5. ein recht sachlicher Artikel. Für mich war der Satz: "Überraschend schnell formierte sich Widerstand ..." der Aufhänger für einen Leserbrief:
Sehr geehrte Frau Lemoine,
„Überraschend schnell formierte sich Widerstand gegen die geplanten Windräder“. Überraschend schnell? Gerade konnte man im Mantelteil der Stuttgarter Nachrichen vom 21.5.26 auf Seite 3 nachlesen, wie der Widerstand von interessierten Kreisen professionell organisiert wird. Deshalb ist es überhaupt nicht überraschend, wie die BI aus dem Boden gestampft werden konnte.Bürgermeister Sczuka hatte bisher keine Probleme, einen Nettomarkt im Wald bei der Feuerwehr zu planen. Er hat auch keine Probleme, neue Baugebiete auszuweisen und so den Boden zu versiegeln. Doch bei den geplanten Windrädern schlägt ihm nun sein Umweltgewissen? Ist es nicht vielmehr so, dass er als CDU Politiker einer Windkraft-Verhinderungs-Ideologie anhängt, die die CDU im Land schon seit Jahrzehnten betreibt?
Da im Mai schon ein Leserbrief von mir in der BKZ veröffentlicht wurde, konnte ich erst für Juni einen Leserbrief zu den beiden Artikeln über die Gemeinderatssitzung verfassen:
BKZ berichtet einseitig über Windpark Ochsenhau
Leider finden sich in den BKZ Artikeln zum geplanten Windpark im Ochsenhau nur negative und zum Teil auch sachlich falsche Argumente. Hier einige positive Argumente:
Nach EEG §6 kann eine betroffene Gemeinde 0,2 Cent/kWh Abgabe erheben. Bei den erwarteten 62.000 MWh/Jahr wären das 124.000,- €/Jahr für die Gemeindekasse.
Eine Gemeinde könnte sich auch am Windrad beteiligen und den erzeugten Strom ihren Bürgern zu einem Vorzugspreis anbieten.
Walderhalt ist nur möglich, wenn der CO2 Ausstoß so schnell wie möglich auf Netto Null verringert wird. Deshalb sind WEAs im Wald ein Beitrag zum Walderhalt! Laut aktuellem Waldstandsbericht sind 80 % der Bäume in unseren Wäldern schon stark geschädigt. Wer die Energiewende ausbremst, schädigt unseren Wald vorsätzlich.
Die Aussage von Gemeinderat Pfeil, „Das funktioniert nur über Zuschüsse, und das bezahlen wir über den Strompreis. 15 Millionen Euro in 20 Jahren pro Windrad: Ist das sinnvoll?“ ist sachlich falsch. Für neue Windenergieanlagen gibt es heute in Deutschland keine festen staatlichen Zuschüsse pro Windrad mehr. Seit 2017 wird die Förderung für größere Windenergieanlagen über Ausschreibungen der Bundesnetzagentur ermittelt. Betreiber erhalten keinen pauschalen Zuschuss, sondern eine sogenannte Marktprämie, die nur dann gezahlt wird, wenn der Börsenstrompreis unter dem in der Ausschreibung ermittelten Wert liegt. Im Gegenteil, wenn der Strompreis an der Börse über dem in der Ausschreibung festgelegten Wert liegt, muss der Betreiber der Anlage den darüber liegenden Teil abführen.
In der Hoffnung, bald in der BKZ positive und sachlich zutreffende Argumente für einen Windpark zu lesen, verbleibe ich
Inzwischen konnte ich dazulernen. Die Abgabe nach EEG §6 wird auf alle angrenzenden Gemeinden verteilt. Deshalb beträgt die vom Investor angebotene Summe für Althütte nur 84.000,- € und nicht 124.000,- €.
Hier der Artikel "Windräder stoßen auf breiten Widerstand" vom 26.5.26
und der Artikel "Großer Zulauf für Bürgerinitiative Ochsenhau" vom 26.5.26




