
3.7. Zwei lesenswerte Artikel zur Energiewende
Zitate aus "IRENA-Bericht: Erneuerbare schlagen fossile Kraftwerke bei Kosten":
Gaskraftwerke werden weltweit immer teurer, dafür sinken die Kosten für Wind und Solar weiter. Länder, die bisher auf den Import von fossilen Brennstoffen angewiesen waren, sparen dadurch Hunderte Milliarden Dollar.
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Die zentrale Kennzahl ist der LCOE (Levelized Cost of Electricity), also die über die gesamte Lebensdauer diskontierten Vollkosten pro Megawattstunde. Im Ergebnis blieb Solar-PV 2025 bei 44 US-Dollar pro MWh stabil, Onshore-Wind sank um 4 Prozent auf 33 US-Dollar/MWh, Offshore-Wind um 3 Prozent auf 78 US-Dollar/MWh.
Gaskraftwerke unter Druck
Auf der Gegenseite wird Strom aus fossilen Brennstoffen wie Erdöl und Erdgas spürbar teurer. Hinzu kommt ein weltweiter Mangel an Gasturbinen – befeuert durch den Boom stromhungriger Rechenzentren und neue Backup-Kapazitäten –, der die Lieferzeiten auf bis zu vier Jahre verlängert hat.
In den USA verdoppelten sich die Investitionskosten für neue Kombikraftwerke nahezu. In Märkten mit hoher LNG-Importabhängigkeit wie Deutschland, Italien und Japan kletterte der LCOE neuer Gaskraftwerke auf fast 100 US-Dollar/MWh.
Zitate aus "Schweiz: ETH warnt vor Milliarden-Debakel bei neuen AKW":
19 Energieexperten haben in vier verschiedenen Modellen durchgespielt, was das Atom-Comeback die Steuerzahler und Stromkunden tatsächlich kosten würde. Und das Ergebnis dürfte Energieminister Albert Rösti nicht schmecken: Ohne staatliche Förderung bleibt die Kernkraft schlicht zu teuer.
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ETH-Studie: Nur unter diesen drei Bedingungen zahlen sich neue AKW aus
Die ETH/PSI-Studie zur Kernkraft nennt drei Voraussetzungen, unter denen neue Reaktoren wirtschaftlich sinnvoll wären.
- Erstens müsste der Bund Kernenergie in sein 45-TWh-Ausbauziel einbeziehen und ähnlich fördern wie Photovoltaik oder Wind.
- Zweitens müssten die Finanzierungskosten (WACC) von geschätzten 8 auf 5 Prozent sinken, etwa über Kreditgarantien.
- Drittens dürfen die Baukosten 8.000 Franken pro Kilowatt nicht übersteigen.
Milliarden-Fiasko in Europa: Warum AKW-Projekte wie Flamanville unbezahlbar werden
Bei Kosten von 12.000 Franken pro Kilowatt, was dem Niveau aktueller Projekte in Europa und den USA entspricht, rechnet sich der Neubau in drei von vier Szenarien nicht mehr. Auch Subventionen helfen hier laut Studie nicht weiter.





