
4.9. Ein ungemütlicher Tag. Besuch in der Eine Welt Kirche
Wir wachten spät am Morgen auf. Die Temperatur im Wohnwagen betrug 21° C, ungewöhnlich warm nach den letzten kalten Nächten. Wir ließen den Rest des Vormittags gemütlich angehen. Frühstück im Vorzelt und Zeitung lesen in aller Ruhe. Nach und nach nahm der Wind zu. Hinter unserem Wohnwagen steht ein Baum. Nachdem wir unser Dach hochgeklappt hatten, reichte ein Ast bis knapp über dem Dach. Das hatten wir nicht gesehen. Bei Sturm schabte nun dieser Ast über unser Dach. Mit zwei Spanngurten verzurrte ich den Ast mit stärkeren Ästen darüber. Jetzt gibt es kein schabendes Geräusch mehr.
Zu Mittag wurde der Sturm immer heftiger. Das Vorzelt wurde immer wieder stark geschüttelt. Regen setzte ein, erst leichter Nieselregen, später ein heftiger Wolkenbruch. Während meiner Mittagsruhe fiel mir ein, dass die beiden Abspanngummis an der Mitte der Seitenteile noch nicht abgespannt waren. Dazu benutze ich richtige Sturmheringe. Die gehören nicht zum Heringssortiment des Wohnwagens. Deshalb und wegen meiner Erschöpfung am Ankunftstag, hatte ich es übersehen, sie auch noch einzuschlagen. Jetzt schlägt die Zeltplane nicht mehr so heftig. Den Reißverschluss der Zelttür machte ich noch mit Talkum leichtgängiger. Der nächste Sturm kann kommen.
Als am Nachmittag Regen und Sturm nachließen, fuhren wir nach Schneverdingen zur Eine Welt Kirche. Elke bekam sogar eine Führung zur Kirche und besonders zum Altar. Ich kannte die Kirche schon von meinem letzten Besuch vor 2 Jahren. Anschließend suchten wir noch zwei Kunstausstellungen in der Heide. Doch das Wetter und die weiten Wege ließen uns den Besuch vertagen. Vielleicht kommen wir mit unseren Fahrrädern noch einmal zu diesen Orten.
Im Campingshop konnte ich noch eine letzte Gaskartusche für unseren Grill kaufen. Am Abend grillten wir uns dann Gemüse und Bratwürste im Vorzelt. Bei 20° war es gerade noch draußen auszuhalten.




