20.5. Wasserstofftankstelle Waiblingen update

Die Waiblinger Redaktion des ZVW veröffentlicht einen Artikel zur Inbetriebnahme der Wasserstofftankstelle: "Wasserstoff-Tankstelle Waiblingen: Was noch fehlt, damit alle H2 tanken können". Die Redaktion der Backnanger Kreiszeitung übernahm zwar diesen Artikel, änderte aber die Überschrift in: "Bald können alle Wasserstoff tanken". Dabei zeigt eine weitere aktuelle Studie des Schweizer Bundesamts für Verkehr, dass batterieelektrische Busse auch bei anspruchsvollen Strecken gegenüber Bussen mit Brennstoffzellen oder Wasserstoff-Verbrennungsmotoren im Vorteil sind.

Deshalb verfasste ich folgenden Leserbrief:

Wasserstoff zum Tanken, die verschwendete Energie

Immer noch wird das Wasserstoffprojekt in der Mobilität von der Kreisverwaltung weiter geführt, obwohl schon lange wissenschaftlich nachgewiesen ist, dass es deutlich kostengünstigere und effektivere klimafreundliche Antriebsarten für den ÖPNV gibt. Das Bundesamt für Verkehr der Schweiz (BAV) veröffentlichte im Dezember 2025 seinen Schlussbericht zur Studie „Umwelt- und Kostenbilanz von Bussen mit H2-Verbrennungsantrieb im Vergleich zu Batterie- und Brennstoffzellenbussen“. In einer Pressemitteilung der BAV heißt es: „Batterieelektrische Busse sind gegenüber Bussen mit Brennstoffzellen oder Wasserstoff-Verbrennungsmotoren auch bei anspruchsvollen Strecken im Vorteil – sowohl in Bezug auf die Kosten als auch bei der Umweltbilanz. … Die drei Antriebsarten wurden dabei über eine Betriebszeit von 12 Jahren ausführlich miteinander verglichen.“ Wozu werden dann noch Steuergelder und wertvoller regenerativer Strom für dieses „einzigartige Projekt in Deutschland“ verschwendet?

983 Zeichen einschließlich Leerzeichen

Hier geht es zum Artikel in der WKZ, und hier zum Artikel in der BKZ. Der Schlussbericht des BAV ist hier zu finden.


Gerne hätte ich noch mehr meiner Gedanken zu der Steuerverschwendung bei den Wasserstoffprojekten des Landkreises im Leserbrief untergebracht. Doch dann wäre er zu lang für die Veröffentlichung geworden. Mehr dazu ist in meinen älteren Einträgen vergangener Jahre zu finden:

24.1.25 Mail an Mitglieder des Kreistags zu H2-Busse

11.1.24 Wasserstoffauto in Backnang

7.1.24 Ab 2025 H2-Busse in Waiblingen?

1.11.23 Rems-Murr-Kreis: Bedenken zur Bestellung von Wasserstoff-Bussen


Zum Argument, das Projekt ist schon soweit fortgeschritten, das man nicht mehr aussteigen kann:

Wer zahlt denn am Ende die um die drei- bis fünffache Kosten beim Betanken mit H2? Doch wohl die Fahrgäste! Der Kreis wird sicher nicht die Mehrkosten im laufenden Betrieb auch noch übernehmen.
Ob die Firma Friedrich Müller Omnibusunternehmen GmbH mit der weiteren Bestellung von H2-Bussen glücklich wird, liegt zwar in deren eigener Verantwortung. Der Kreistag sollte in meinen Augen doch verantwortungsvoll mit den Unternehmen im Kreis umgehen und sie nicht durch ideologische Projekte in den Ruin treiben.

zurück