18.5. Rückblick Berlingo Kauf

Inzwischen ziehe ich einen Schlussstrich unter den Kauf meines Berlingos. Trotz guter Vorbereitung ist es uns nicht gelungen, alle Fallen beim Kauf zu umgehen.

Anlass für den Schlussstrich ist eine Mail des Autohauses Amrein, die 300,- € Mehrkosten für die Reparatur am Schweller nicht zu übernehmen. Dabei bat ich nur um Kulanz. Denn mir war bewusst, das Autohaus sitzt am längeren Hebel. Die Ausrede des Autohauses ist, dass sie den Schaden am Auto ja auch nicht kannten. Außerdem hatte ich, entgegen dem Vertrag, den Schaden ja in einer fremden Werkstatt reparieren lassen, nicht bei ihnen. Die Versicherung, die ich für den Fall eines unerkannten Schadens beim Kauf abgeschlossen hatte, bezieht sich nur auf die Motortechnik, nicht auf das Chassis. 300,- € bei einem Kaufpreis von 15.000,- € hätte dem Unternehmen sicher nicht geschadet.

Mein Fehler war, das Auto zu kaufen, obwohl die Pflicht-Wartungen nicht dokumentiert waren. Hierzu war die Ausrede des Verkäufers, die sind sicher digital gespeichert. Doch das konnte ich vor Ort ja nicht überprüfen. Erst mit der Anmeldung des Wagens in der Citroen-App erfuhr ich auch von einer Rückrufaktion wegen mangelhafter Nockenwellenkette. Eine Überprüfung in meiner Autowerkstatt ergab, dass mein Fahrzeug davon betroffen ist. Doch Citroen liefert keinen Ersatz. Auf dem Hof meiner Werkstatt stehen schon mehrere Fahrzeuge, die auf eine neue Kette warten, teilweise über ein Jahr. Erleidet das Fahrzeug durch die fehlerhafte Kette einen Motorschaden, ersetzt Citroen unbürokratisch den defekten Motor. Unglaublich, wie Konzerne sparen!
Der nächste Fehler war, den Wagen zu kaufen, obwohl ich den Rost an Boden beim Schweller entdeckt hatte. Damals dachte ich, der Rost ist nur äußerlich und ich könnte ihn selber beseitigen. Erst in der Werkstatt wurden die rostigen Schweißstellen an einem nachträglich eingesetzten Schwellerblech entdeckt.
Fazit: Kaufe niemals ein gebrauchtes Fahrzeug, bei dem die regelmäßigen Wartungen und größere Reparaturen nicht dokumentiert sind! Für mich kommt diese Erkenntnis zu spät. Denn ich werde in meinem Leben vermutlich nicht noch einmal ein Auto kaufen.

Mein Kommentar bei Google zu meinem Erlebnis beim Autokauf:

Wir wurden zwar sehr freundlich und ausführlich beim Kauf beraten. Doch die Schwachstellen des Autos wurden geflissentlich übergangen. Dagegen wurde jede Schwachstelle bei meinem in Zahlung gegebenen Fahrzeug gefunden, mehr als mir selbst bekannt waren. Für das Fahrzeug galt eine Rückrufaktion von Citroen wegen einer defekten Nockenwellenkette. Darüber wurde ich nicht informiert. Auch die Dokumentation zu den regelmäßigen Wartungsarbeiten fehlte. Als ich dann um Kulanz von 300,- € für eine Rostreparatur bat, wurde dies vom Eigentümer abgelehnt. Um 300,- € streiten lohnt sich nicht, zumal das Autohaus formal richtig liegt. Ich müsste nachweisen können, dass die Mängel dem Autohaus bekannt waren. Nachträglich sehe ich mein Erlebnis mit dem Autohaus nicht mehr so erfreulich an. Die Firma hatte einen Dummen gefunden, der ihnen das Fahrzeug zu einem guten Preis noch abgekauft hat.


Was es sonst noch an neuen Erkenntnissen gibt.

Für unseren Radurlaub nahmen wir das zweite Rad im Laderaum des Berlingo mit. Mit einer einfachen Schiene lässt sich ein Rad bequem und sicher einladen. Das Aha-Erlebnis kam erst hinterher. Für die großen Wohnwagenreisen nehme ich ein Vorzelt mit. Das ist in drei großen Säcken verpackt. Da nun das Rad in der Mitte des Laderaums steht, kann ich die Vorzeltsäcke nicht mehr quer einladen. Doch in der Länge benötigen wir den vorhandenen Platz für Campingmöbel und Alukiste mit Zeltboden, Stromkabel und weiteres Campingmaterial. Nun ist guter Rat teuer. Kaufe ich doch noch einen "Paulchen" Fahrradträger für die Heckklappe? Der von einem Bekannten angebotene Paulchen war für einen Bus konfiguriert. Ich bekomme ihn zwar auch auf meine Heckklappe angepasst. Doch es fehlt eine sichere Befestigung gegen plötzliche Erschütterung durch Schlaglöcher.

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