16.6. BKZ Artikel Windkraft Murrhardt und Leserbrief Antwort

Am Montag erschien ein Artikel "Vorstoß für Windenergie in Murrhardt". Zum Artikel schrieb ich einen Kommentar an die Redakteurin, weil wieder über die BI Ochsenhau berichtet wurde, ohne den organisatorischen, finanziellen und ideologischen Hintergrund der BI zu benennen. Letzten Samstag veröffentlichte die BKZ eine Antwort auf meinen Leserbrief zum Widerstand gegen den geplanten Windpark in Althütte.

Dass es auch anders geht, zeigt ein Artikel in der BKZ vom Montag: "Vorstoß für Windenergie in Murrhardt" (hier als PDF-Datei). Die Gemeindeverwaltung hätte nach der Festlegung der Vorranggebiete die Initiative ergreifen und sich ihren Anteil an der Stromerzeugung im Windpark sichern können. Dadurch entsteht Wertschöpfung vor Ort und die Gelder für Energie fließen nicht in die Taschen der Öl-, Gas- und zum kleinen Teil Windkraft-Konzernen. Mit einem Stromspeicher könnte die Bevölkerung auch unabhängig von externen Störungen mit Strom versorgt werden. Doch so langfristige Pläne zur Resilienz im Ort sind ohne ökologisch denkende Menschen im Gemeinderat leider nicht wahrscheinlich.

Der Redakteurin schrieb ich folgende Mail:

Sehr geehrte Frau Greppo,

ich finde es schade, dass Sie nicht erwähnen, wie der  "ordentlich(e) Gegenwind" zustande kommt oder wie "Die Bürgerinitiative Ochsenhau, die sich lautstark gegen das Vorhaben" positionieren konnte. Dabei wurde dies auf Seite drei der BKZ vom 21.5. ausführlich erklärt.

Rechtsextreme Kräfte schüren die Stimmung im Ort (gegen Windkraft und) gegen Geflüchtete. Auch dazu berichtete ihre Redaktion schon ausführlich und gut.
https://www.bkz.de/nachrichten/rechtsextreme-schueren-aengste-in-althuette-336815.html

Viele Bürger wissen gar nicht, welche Argumente der BI den Tatsachen entsprechen und welche erfunden wurden, um die Stimmung im Ort anzuheizen. Ich würde mich freuen, wenn Ihre Redaktion dazu mal einen sachlichen Beitrag veröffentlicht. Im Augenblick habe ich den Eindruck, dass sie mit der Stimmungsmache der Windkraftgegner sympathisieren.

Aus meinem Leserbrief zum Thema an die WKZ:

"Sehr geehrte Frau Lemoine,
„Überraschend schnell formierte sich Widerstand gegen die geplanten Windräder“. Überraschend schnell? Gerade konnte man im Mantelteil der Stuttgarter Nachrichen vom 21.5.26 auf Seite 3 nachlesen, wie der Widerstand von interessierten Kreisen professionell organisiert wird. Deshalb ist es überhaupt nicht überraschend, wie die BI aus dem Boden gestampft werden konnte.

Bürgermeister Sczuka hatte bisher keine Probleme, einen Nettomarkt im Wald bei der Feuerwehr zu planen. Er hat auch keine Probleme, neue Baugebiete auszuweisen und so den Boden zu versiegeln. Doch bei den geplanten Windrädern schlägt ihm nun sein Umweltgewissen? Ist es nicht vielmehr so, dass er als CDU Politiker einer Windkraft-Verhinderungs-Ideologie anhängt, die die CDU im Land schon seit Jahrzehnten betreibt?"

Mit freundlichen Grüßen Reinhard Muth


Zum Leserbrief gibt es eigentlich nichts zu sagen. - Zum Waldzustand gibt es gerade einen sehr informativen Artikel in der WKZ zu lesen. - Die Betreiber sind per Gesetz, nämlich EEG §6 verpflichtet, 0,2 Cent/kWh verkauften Stroms an die betroffenen Gemeinden abzuführen. Es liegt nicht an den "übervollen Taschen". - Der Gemeinderat hat sich leider nicht für den Erhalt des Waldes und der Natur, sondern dagegen entschieden, wie zahlreiche wissenschaftlichen Studien belegen (siehe hier).

 

zurück