
21.8. Radausfahrten und Kunstmuseum
Laut Internet sollte es einen Bioladen in Pulow geben. Pulow ist ein Ortsteil von Lassan und mit dem Rad erreichbar. Also machten wir uns gestern auf den Weg dorthin. Im ganzen Dorf war kein Bioladen zu sehen, nur die Gewächshäuser einer Gärtnerei. Dann fanden wir ein Schild an einer Wiese mit dem Hinweis, dass hier ein Bioladen entstehen soll.
Statt direkt zurückzufahren, schauten wir uns noch in den Nachbardörfern um. Das nächste Ziel war Klein Jasedow. Dort wollte Elke sich das Klanghaus am See ansehen. Leider auch geschlossen. Deshalb fuhren wir weiter nach Waschow. Dort erkannte ich die Zufahrt zum Ufer des Peenestroms wieder. Dort gibt es einen Wanderweg mit Infotafeln zur Wiedervernetzung des Moores. Der Weg besteht aus einer geschlossenen Grasdecke, die gemäht wurde. Zum Wandern sehr schön, doch mit unseren Rädern etwas unbequem zu fahren. Es gibt mehrere Jägerstände, von denen aus man eine gute Aussicht über das Moor auf die Peene hat.
Wir konnten eine Weihe beobachten, wie sie sich unter einer Wolke vom Aufwind hochtragen ließ. Als sie wegen der Höhe nur noch als kleiner Vogel zu erkennen war, machte sie sich auf den Weg über das Moor, ohne einen Flügelschlag zu benötigen. Unterwegs begegnete ich noch einem Reh und einer kleinen schwarzen Schlange. Am Beginn des Weges steht ein Pavillon als Rastplatz. Daneben lag eine tote Ente, die wohl von den Jägern, die wir am Abend vorher schießen gehört hatten, nicht gefunden wurde. Von dort zum Campingplatz mussten wir nur noch durch Lassan fahren.
Gestern spät Nachmittags radelten wir zuerst zum Badestrand und genossen dort die Abendsonne eine Zeit lang. Danach fuhren wir zum Hafen und setzen uns ganz vorne auf dem Steg ans Wasser. Die Ruhe am Strand wie am Hafen war sehr entspannend. Leider gab es diesmal kein so buntes Abendrot wie bei unserem ersten Besuch im Hafen.
Heute Vormittag schauten wir uns ein Nachbardorf östlich von Lassan an, Buggenhagen. Ein Wegweiser führte uns zum Till-Richter-Museum. Als wir noch unentschlossen davor standen, öffnete sich die Tür und wir wurden gefragt, ob wir das Museum besuchen wollen. Wir waren noch nicht schlüssig, weil ich nicht so lange vor den Exponaten stehen konnte. Eine Frau erschien in der Tür und schlug uns vor, um 15 Uhr zu kommen, da wäre eine Führung gebucht. Wir könnten ohne Anmeldung dazu kommen. Das fanden wir geschickt. Dann konnte ich meine Gehstöcke und einen Klapphocker mitbringen.
Eine Infotafel im Ort empfahl den Weg zu zwei Biohöfen zwischen zwei Seen in Wangelkow. Zuvor schauten wir uns noch in Jamitzow um. Den Weg nach Wangelkow konnten wir nicht fahren. Es ist ein unbefestigter sandiger Feldweg. Wir kehrten um und machten uns auf den Heimweg.
Mit dem Auto fuhren wir am Nachmittag wieder zum Till-Richter-Museum. Die Führung zu besuchen hat sich sehr, sehr, sehr gelohnt!!! Wir waren zu fünft, darunter eine Bekannte von Herrn Richter aus der Nachbarschaft. Sein Dalmatiner begleitete uns durch die Räume. Zwischendurch wollte auch sein 3-jähriger Sohn (oder Enkel?) sein Bild vorführen. Er hatte das Bild nach seinen Ideen mit einem einzigen Nagel aufgehängt. So konnte er es schaukeln lassen. Zu jedem Kunstwerk gab es ausführliche Erklärungen des Herrn Professor Kunsthistoriker. Wir lernten tatsächlich viel in diesen zweieinhalb Stunden. Sowohl über die Art und Weise, wie die Künstler arbeiten, wie auch über die Geschichten hinter den Kunstwerken.
Bei YouTube gibt es ein 6 Jahre altes MV1 Video zum Museum. Ebenfalls bei Youtube ist ein Video von Usedom-TV aus 2022 zu finden.

Till Richter mit seinem Hund vor dem Museum




