
20.9. TAZ: Das Problem liegt im System
Der Artikel trägt den Titel: "Das Problem liegt im System". Zum Merit-Order-Prinzip lautet die Erklärung:
Dafür muss man das sogenannte Merit-Order-Prinzip verstehen, nach dem die europäischen Strombörsen funktionieren. Vereinfacht gesagt: Zuerst erzeugen die billigsten Kraftwerke Strom, dann die nächstteureren. Zuletzt bestimmt das teuerste nötige Kraftwerk für den Strombedarf den Preis für alle. Häufig ist dieses ein Gaskraftwerk. In Deutschland setzen die bisher noch immer in rund 40 Prozent aller Stunden den Strompreis. Das ist besonders ärgerlich, weil Wind und Sonne längst den billigsten Strom liefern.
Und weiter unten heißt es:
Wäre unser Stromsystem bereits so weit wie das spanische, könnten die Strombeschaffungskosten für Wirtschaft und Haushalte um rund 15 bis 20 Milliarden Euro sinken. Schön wäre diese grüne, günstige, freie Energiezukunft. Nicht auszumalen, blieben die 100 Milliarden Euro, die Deutschland jedes Jahr für fossile Energieimporte ins Ausland überweist, in Deutschland und könnten hier Wertschöpfung, Jobs und Einkommen erzeugen.
Leider ist eine Entkopplung zurzeit nicht oberstes Ziel der Bundesregierung. Lieber will sie durch viele neue Gaskraftwerke die schmutzige Kohle ersetzen.
Kennt unsere Wirtschaftsministerin diese Fakten nicht?





