
2. Mai Ein weiterer Sonnentag
Am frühen noch dunklen Morgen wachte ich auf, weil es im WW kühl wurde. Deshalb schaltete ich die Heizung an. Gegen sechs Uhr weckte mich das tickende Geräusch der Heizung. Die Gasflasche war leer. Es war hell und die Vögel lärmten. Also stand ich auf.
Nachdem Elke aufgestanden war, holte ich den Heizlüfter heraus und heizte erst einmal elektrisch weiter. Nach dem Frühstück tauschten wir dann die leere Gasflasche aus. Inzwischen wärmte die Sonne sehr stark, wir mussten nicht mehr heizen.
Wir fuhren mit dem Auto zum Einkaufen, Lebensmittel für die nächsten Tage und Wanderstöcke, da ich meine zu Hause vergessen hatte. Auf der Radtour gestern nach Donauwörth hatten wir einen Laden für Outdoorausrüstung gesehen. Dort schauten wir uns nach geeigneten Wanderstöcken um. Es gab nur eine Marke hoher Qualität für mich. Der Laden war in einer alten Mühle sehr geschmackvoll eingerichtet. Die Tochter bediente uns, ihre Mutter saß an einem alten Schreibtisch. Die Mutter erkannte Elkes selbstgestrickten Schal. Darüber kamen wir ins Gespräch und erfuhren noch alte Geschichten aus den Anfängen des Ladens vor 45 Jahren. Es gab den Nachbau einer alten Registrierkasse zu bewundern. Der Kaufbeleg wurde aber immer noch handschriftlich ausgestellt.
Kurz vor Mittag machten wir uns dann mit den Rädern auf den Weg zur Hölle, zur Mertinger Hölle. Das Gelände zwischen Mertingen und der Donau ist flach und früher sicher sehr feucht gewesen. Die frisch gepflügten Felder zeigten schwarzen Moorboden. Die Mertinger Hölle war früher vermutlich ein Sumpfgebiet. Heute ist es ein streng geschütztes Vogelbrutgebiet. Leider ohne jegliche Infrastruktur, kein Vogelbeobachtungsstand, auch keine Bank auf der wir Mittagspause machen konnten. Schließlich stiegen wir auf einen Jägerstand um im Schatten sitzen zu können.
Danach schlugen wir den Weg zum Mertinger Wald ein. Wir kamen zu einem Rastplatz an der ehemaligen Bahnstrecke. Die Bänke lagen aber alle in der Sonne. Elke nutzte dies für ein kurzes Sonnenbad. Dann besuchten wir noch eine Kapelle mit Kreuzweg im Wald und die Römerstraße. Alles keine besonderen Highlights. Deshalb machten wir uns auf den Rückweg.
Die meisten Wege waren nur geschotterte Feldwege. Diese mit dem Rad zu befahren ist nicht angenehm und anstrengend. So kamen wir fix und fertig am frühen Nachmittag wieder beim Wohnwagen an.
Zum Abnedessen legten wir Würstchen, Schafskäse und Süßkartoffeln auf den neuen Grill. Der läßt sich wunderbar bedienen.
Zum Sonnenuntergang fuhren wir noch einmal auf geschotterten Wegen in der Nähe des Campingplatzes. Von Schotterwegen haben wir jetzt erst einmal die Nase voll.



