1. Mai 26. Zweiter Reisetag

Wir sind vom Navi ohne Staus auf der nördlichsten Route über Gschwend und Abtsgemünd zur B29 nach Nördlingen geführt worden. Gestern war noch Zeit für Besuche bei den Maifeiern in den Nachbarorten Eggelstetten und Oberndorf am Lech. Heute schon zwei Radausfahrten nach Osten und Norden unternommen.

Auf der Anreise legten wir eine Mittagspause in der Heide bei Harburg ein. Von einem Hügel aus konnten wir auf die Harburg hinunter schauen. Bis zum Campingplatz war es dann nicht mehr weit.

Zu unserer Überraschung waren nur wenige Stellplätze belegt, obwohl ein langes sonniges Wochenende vor uns lag. Heute ist es schon voller geworden. Der Platz ist gut ausgestattet. Hier lässt es sich aushalten.

Gestern wehte noch ein sehr frischer, starker Wind. Wir mussten uns für die Radausfahrt am Abend warm und winddicht anziehen. Beim Maifest in Eggelstetten wurde viel Kultur auf der Hauptkreuzung geboten. Der örtliche Bläserzug spielte auf, Schulkinder führten Brauchtumstänze auf, ein Chor sang, es gab keine Bewirtung. In Oberndorf war es umgekehrt. Als wir ankamen, gab es nur noch Bewirtung in zwei Festzelten.

Heute Vormittag fuhren wir nicht mehr ganz so warm angezogen Richtung Osten zum Lech. Die Böen kamen immer noch heftig aus Nordost. Kurz vor der Mündung in die Donau gibt es im Lech noch eine letzte Staustufe zur Stromgewinnung mit großem Stausee, die Vogelfreistätte Feldheimer Stausee, ein Landschaftsschutzgebiet. Der See wird in voller Länge durch einen Damm gebildet, keine Schlucht in der das Wasser gestaut ist. Auf dem See waren die gängigen Wasservögel zu sehen. Da das Ufer künstlich durch Dämme gebildet wird, wundern wir uns, wo diese Vögel ihr Nest anlegen konnten. Der Wald daneben ist zwar ein Auenwald. Doch hier hat trotz feuchtem Boden ein großes Baumsterben eingesetzt.

Am Nachmittag erkundeten wird den Weg nach Norden. Wie kommt man mit dem Rad geschickt nach Donauwörth? Es war inzwischen sehr warm. Wir konnten in leichter Radkleidung fahren. Meistens konnten wir abseits der Straßen radeln. Unterwegs sahen wir einige Seen. Einer war besonders groß und für Freizeitaktivitäten hergerichtet. In Donauwörth steuerten wir erst eine Eisdiele im Stadtzentrum an. Danach besuchten wir auch noch die Altstadtinsel.

Zum Abend benutzten wir zum ersten Mal die Duschen hier am Platz. Jetzt haben die heftigen und kalten Böen aus Osten nachgelassen. Morgen soll es noch einmal einen sehr warmen Tag geben.

Meine Geh- und Wanderstöcke vergaß ich einzupacken. Größere Spaziergänge oder Wanderungen fallen deshalb aus.

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